Padawan von Kiersten White - Review
Obi Wan Kenobi hat vor kurzem die Prüfungen zum Padawan bestanden und merkt das die große Zufriedenheit, welche er sich dadurch erhofft hat, seltsamerweise ausbleibt. Die Trainingsmethoden seines Meisters machen ihm zu schaffen, die anderen Padawane scheinen viel spannendere Dinge zu erleben und zu allem Überfluss ist da noch sein alter Rivale Bolla, der ihm ständig Streiche spielt.
Er verbringt viel Zeit allein, in der Messhalle des Tempels und dort findet er ein altes Wandbild das auf einen seltsamen Planeten hindeutet. Sein Fund führt ihn zu Aufzeichnungen der ehemaligen Wegsuchenden Orla Jareni und davon angespornt bittet er Qui Gon Jinn darum mit ihm diesen Planeten zu besuchen.
Doch als sie zu ihrer ersten gemeinsamen Mission aufbrechen sollen, lässt Qui Gon auf sich warten und Obi Wan startet in seinem Frust das Shuttle selbst. Zusammen mit dem Astromech Droiden A6-G2 begibt sich der junge Padawan auf eine abenteuerliche Reise, welche seine Bindung zur Macht stärken wird...
Dieser YA-Roman wurde in 2022 veröffentlicht, als das High Republic Projekt noch im vollen Zuge das Star Wars Franchise dominierte und so ist es nicht verwunderlich, daß auch dieses Buch, Elemente der High Republic Ära aufgreift. So wandelt Obi Wan hier auf den Spuren von Orla Jareni, welche vorallem im High Republic Roman "In die Dunkelheit" eine größere Rolle spielt. Man muss diesen Roman nicht gelesen haben um der Story in "Padawan" folgen zu können, aber High Republic Leser haben dadurch einfach mehr Kontext.
An sich ist "Padawan" ein Buch das mit einer simplen Prämisse anfängt, derren Mysterien und Twists auch sehr leicht zu durchschauen sind. Es nutzt klassische Tropes, die spätestens seit "Peter Pan" bekannt sind versucht nie wirklich seinen Leser herauszufordern. Dennoch gelang es "Padawan" mich irgendwie in den Bann zu ziehen.
Ich hatte das Buch eigentlich nur dazwischen geschoben, weil "The last Order" noch nicht draußen war und ich mit dem Hörbuch von "Im Zeichen des Sturms" noch nicht weit genug war um an den High Republic Romanen weiter zu lesen und hatter daher nichts großartiges erwartet. Zu Beginn bekam ich auch genau das, denn trotzt einiger interessanter Ideen, war das Buch zuerst nichts besonderes. Aber dann kam ich an einen Punkt an dem ich zu Obi-Wan, seinen Problemen und wie er diese zu lösen versucht, eine Bindung aufbaute. Plötzlich interessierte mich das Schicksal der Welt Lenahra obwohl ich dieses erahnen konnte und war in die Geschichte seiner jugendlichen Bewohner investiert.
"Padawan" ist sicherlich kein Meisterwerk und im Gegensatz zu anderen YA-Büchern wie "Leia - Prinzessin von Alderaan" brilliert es auch nicht über sein Genre hinaus, aber dafür wie klassisch seine Geschichte ist, gelingt es dem Buch dennoch einen zu begeistern. Zumindest bei mir war das der Fall. Ich kann das Buch daher nur jedem empfehlen der mehr über Obi-Wan als jungen Padawan wissen will. Das Buch fügt sich auch sehr gut in den bestehenden Kanon ein und leistet eine gewisse Vorarbeit, zum früher erschienenen Buch "Meister & Schüler" von Claudia Gray.
Wie hat euch "Padawan" gefallen? Ihr könnt diesen Thread wie immer für eure eigenen Reviews und Meinungen nutzen.