Bruderschaft (von Mike Chen) - Review (Spoilerfrei)

 
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Bruderschaft (von Mike Chen) - Review (Spoilerfrei)

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Gepostet: 18.08.2026 - 12:56 Uhr  ·  #1
Eins vorweg: Ich bin kein Schnellleser. Wie der ein oder andere hier schon weiß, brauche ich ewig für ein Buch. Dementsprechend selten ist es, dass ich mal eine Review dazu schreibe. Nun also meine Premiere in der Hinsicht.

Kann man, basierend auf einem Satz, der nebenbei in Episode III fällt, einen Roman schreiben?
Die Antwort lautet: Ja.
Kann dieser Roman gut sein?
Die Antwort lautet ebenfalls: Ja.

Kurzbeschreibung (ohne Spoiler):

"Die Sache auf Cato Neimodia...die zählt nicht" - Obi-Wan Kenobi

Um genau diese Sache geht es in dem Buch. Und eigentlich kann ich Obi-Wan nur bedingt zustimmen in seiner Aussage. Denn eigentlich zählt "die Sache" schon.

Wir begleiten erst mal primär Kenobi auf seiner Mission nach Cato-Neimodia. Dort gab es einen Bomben-Anschlag auf einen Stadtteil, der galaxisweit Wellen schlägt. Man sucht nach dem Verursacher, nach demjenigen, der das ganze geplant und durchgeführt hat. Ein Krisenmeeting im Jedi-Tempel wird abgehalten und beschlossen, dass sich Kenobi als Abgesandter der Republik die Sache mal persönlich vor Ort anschaut. Die Cato Neimodier vermuten, dass die Republik hinter den Anschlägen steckt, die Separatisten weigern sich zuzugeben, dass sie etwas damit zu tun haben und selbst Dooku kommt zu Wort.

Derweil ist Anakin Skywalker beschäftigt damit, irgendwelche Jünglinge zu belustigen und tut sich sichtlich schwer damit. Vielleicht hat er so seinen Hass auf eben diese entwickelt, den wir in Episode III sehen können? Who knows.

Das ganze ist natürlich nicht ganz so einfach wie erhofft. Kenobi wird in eine Situation hineingezogen, die den Verlauf des Kriegens ändern könnte. Sogar eine Person, die in Clone Wars-Werken ihr Debüt hatte, lernt er dort zum ersten mal kennen. (jedenfalls im Kanon) Und ja, auch Anakin wird zum Teil hineingezogen, wenn auch erst später im Buch.

Meine persönliche Meinung (ohne Spoiler):
Das Buch nimmt ab der Mitte richtig Fahrt auf und der Leser merkt schnell, dass das ganze politische Konsequenzen haben, aber eben auch den Verlauf des Krieges mitentscheiden könnte. Kenobi trifft einige unvernünftige, für ihn untypische, Entscheidungen. Öfter denkt er an Anakin und fragt sich "was würde er tun"?
Da Anakin zum Zeitpunkt der Ereignisse kein Padawan mehr ist, ergibt das durchaus Sinn. Beide fühlen sich eng verbunden und denken eigentlich ziemlich oft an den jeweils anderen. Das mag romantischer klingen, als es ist. Schließlich geht es um eine "Bruderschaft", nicht um eine Liebesbeziehung. Die haben beide schon in anderer Richtung...

Jedenfalls hatte ich nie das Gefühl, das Buch streckt sich oder wird langweilig. Gerade der Handlungsstrang mit Kenobi war eigentlich immer schön spannend. Der zweite mit Anakin ist hauptsächlich "Vorbereitung" auf das, was kommt, seine Beziehung zu Padme und ein wenig lustige Interaktion mit einem Jüngling.
Dann gibt es noch einen Dritten Handlungsstrang, der sich um eine Wache auf Cato Neimodia dreht. Auch dieser spielt eine Wichtige Rolle und trägt dazu bei, die Beweggründe zu verstehen, die dazu führen wie das Buch endet.

Besondere stärken des Buches sind für mich die (meist) kurzen Kapitel, die klar nach dem Character benannt wurden, der in diesem Kapitel die Hauptrolle spielt. Große Abweichungen in der Länge der Kapitel gab es selten, was ich ebenfalls sehr angenehm finde.

Natürlich ist der Part mit Anakin, je nach Sichtweise, etwas zäh. Es zeigt so ein wenig seinen Alltag auf Coruscant und ein paar Gedankengänge, die wir bereits von ihm aus anderen Werken kennen.

Insgesamt gebe ich dem Buch 7 von 10 imaginäre Bewertungsobjekte
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