Der gefallene Stern von Claudia Gray
Die Starlight Station ist der einsame Stütztpfeiler des Jedi-Orden am äußeren Rand. Ihre Pracht erstrahlt die gesamte Galaxis und trägt das große Versprechen der Kanzlerin mit sich: "Wir alle sind die Republik". Seit gut 2 Jahren wachen die Jedi von hier aus über die entlegeneren Mitgliedswelten der Republik und dieses Symbol der Hoffnung wirkt noch mächtiger, jetzt da die Nihil so gut wie vernichtet sind. Diese bäumen sich ein letztes Mal auf und greifen verschiedene Kolonien an, was zu einer massiven Flüchtlingswelle führt. Die Starlight Station wird zum Auffangbecken für diese verlorenen Seelen und bald schon haben die Padawane Bell Zettifar und der Wookie Burryaga auf der Krankenstation alle Hände voll zu tun.
Zur selben Zeit übernimmt Jedi-Meister und Aushängeschild des Ordens, Stellan Gios die Kontrolle über die Starlight Station nachdem der Jedi-Rat über die ständige Abwesenheit von Avar Kriss erbost ist. Die alten Kindheitsfreunde sind schon seit längerem im Konflikt miteinander, Hauptgrund dafür ist Avars besessene Jagd auf die Nihil, und Stellan freut sich darüber seine Freundin die Konsequenzen ihres Handels spüren lassen zu können. Ein Gefühl, für das er sich selbst sehr schämt und während er damit ringt beginnen seltsame Ereignisse die Starlight Station heimzusuchen. Alle Jedi spüren wie ihre Verbindung zur Macht immer schwächer wird und plötzlich tauchen einige von ihnen als leere Hülsen wieder auf. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, erschüttert ein katastrophales Ereignis die Station, welches die Galaxis für immer prägen wird...
"Der gefallene Stern" ist der dritte Erwachsenenroman der ersten Phase der High Republic und damit auch der Dreh- und Angelpunkt der dritten Welle. Ich habe bereits die verschiedenen Begleitwerke zu "Der gefallene Stern" besprochen und kann sagen, das der Roman selber, genau so stark ist wie das Material um ihn herum. Claudia Gray fokusiert sich in ihrem Buch auf eine bestimmte Gruppe an Charakteren und zeigt die Ereignisse auf der Starlight Station aus ihrer Perspektive. So folgen wir nicht nur Stellan Gios als neuem Marshall, sondern auch der Crew der "Schiff", welche wir aus "In die Dunkelheit" kennen.
Auch der Padawan Bell Zettifar und der Jedi-Meister Elzar Mann sind tragende Figuren in dieser Geschichte und treiben die Handlung vorran. Elzar`s Entwicklung ist generell die spannendste und was er erlebt hat direkte Auswirkungen auf die Geschichte von Stellan Gios. Allgemein ist die Freundschaft der beiden Jedi, der emotionale Mittelpunkt der Geschichte und am Ende musste ich doch die ein oder andere Träne verdrücken. Claudia Gray gelingt es nicht so gut, die größeren Auswirkungen der Katastrophe einzufangen, wie es im Vergleich dazu bei Cavan Scott und Charles Soule mit ihren jeweiligen Katastrophen der Fall war, dafür fühlt sich ihre Geschichte persönlicher an und drückt mehr ins Herz. Generell erinnert die Schwere und Dunkelheit dieses Buches an Filme wie "Die Rache der Sith" und "Das Imperium schlägt zurück". Für mich persönlich ist es schwer zu sagen welchen der drei Erwachsenenromane ich besser finde, da alle drei unglaublich stark sind, aber im Moment beschäftigt mich "Der gefallene Stern" am meisten.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und halte es für ein sehr starkes Werk. Wie fandet ihr "Der gefallen Stern"? Nutzt den Thread wie immer für eure eigenen Reviews und Meinungen.